IG Metall Chemnitz
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08.08.2020, 04:08 Uhr

Beschäftigte bei Continental, Presta und Bosch legten die Arbeit nieder

Tolle Stimmung bei teils widrigen Bedingungen

  • 18.01.2018
  • Aktuelles, Bildergalerie

Früh am Morgen war der Parkplatz bei Continental in Limbach-Oberfrohna ganz in weiß getaucht. Später setzte wieder starker Schneefall ein. Mit gemischten Gefühlen blickten die aktiven Metallerinnen und Metaller auf die Fabriktore der langen Werksstraße. Die Frage, ob die widrigen Wetterverhältnisse heute Warnstreikteilnehmer kosten, war in allen Gesichtern abzulesen.

Fotos: IG Metall

Dann kam eine erste Gruppe aus der Halle, dann eine zweite, eine dritte und kurz darauf eine vierte und fünfte. Schals, Mützen und Streikwesten waren schnell verteilt. In die weiße Farbe auf dem Parkplatz mischten sich immer mehr rote Farbtupfer. „Ich bin stolz auf euch. Trotz der widrigen Bedingungen sind wir genauso viele wie beim ersten Mal“, rief Andreas Richter „seinen“ Beschäftigten zu. In normalen Zeiten ist er Vorsitzender des Betriebsrates. Geht es um den Tarif, dann steht er immer an der Spitze der Bewegung. So auch heute beim Warnstreik ab 8.30 Uhr bei Conti.


Mittags war der Schnee schon wieder weg. Der Wind wurde immer mehr zum Sturm. Die roten Zelte waren doppelt gesichert. Die ersten Metallerinnen und Metaller waren pünktlich 12 Uhr am Kundgebungsort. Es waren Beschäftigte von thyssenkrupp Presta. Wenige Zeit später traf ein Reisebus in der Heinrich Lorenz Straße ein. Ausgestiegen sind 50 Beschäftigten von Bosch Rexroth. Jetzt ging der zweite gemeinsame Warnstreik erst richtig los. „Wir sind mit drei unterschiedlichen Forderungen in diese Tarifrunde gestartet. Und wir wollen auch mit allen drei Punkten ans Ziel kommen. Wenn wir weiter so zusammen stehen, bin ich zuversichtlich, dass wir die Tarifrunde erfolgreich zu Ende bringen. Wie viel wir dafür noch investieren müssen, kann ich nicht sagen. Aber wenn es sein muss, legen wir noch eine Schippe drauf“, so Mario John, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Chemnitz. Insgesamt hätten in beiden Betrieben 130 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt.