Transformation in der Region

Jürgen Kerner informiert sich über Transformation in der Region

28.08.2026 | Am 27. August besuchte Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, Betriebe in der Region. Am Morgen startete er bei der zusätzlichen Betriebsversammlung im Volkswagen Motorenwerk in Chemnitz. Es folgten Besuche bei thyssenkrupp Presta Dynamic Components Chemnitz und im Siemens Werk für Kombinationstechnik Chemnitz (WKC). Fazit: Die Transformation wird aktiv gestaltet in Chemnitz und Region.

Eddie Kruppa, Ingo Hanemann, Jürgen Kerner, Uwe Saupe (v.l.n.r.) bei thyssenkrupp Presta Dynamic Components Chemnitz - Alle Fotos: IG Metall

Betriebsversammlung im Volkswagen Motorenwerk

Olaf Glöckner - Betriebsversammlung im Volkswagen Motorenwerk Chemnitz

Jürgen Kerner zu Besuch im Siemens Werk für Kombinationstechnik Chemnitz (WKC)

Jürgen Kerner und Heiko Häßler, Betriebsratsvorsitzender im Siemens Werk für Kombinationstechnik Chemnitz (WKC)

„Es ist beeindruckend, wie sich die Industrieregion Chemnitz entwickelt. Hier wird deutlich: Wirtschaftlicher Erfolg entsteht dort, wo Unternehmen Innovationen vorantreiben, in Zukunftsfelder investieren – und dabei auf die Kompetenz, Kreativität und Einsatzbereitschaft ihrer Beschäftigten setzen. Mitbestimmung und gelebte Sozialpartnerschaft sind die Voraussetzung dafür, dass wirtschaftlicher Wandel gelingt, Wertschöpfung langfristig in der Region bleibt und neue Perspektiven für gute, sichere Arbeitsplätze entstehen. So profitieren Unternehmen, Beschäftigte und die gesamte Region“, so Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall.  

Olaf Glöckner, Betriebsratsvorsitzender im Volkswagen Motorenwerk, berichtete über den Besuch von Jürgen Kerner im Rahmen einer Betriebsversammlung im Chemnitzer VW Motorenwerk: „Wir haben uns sehr gefreut, Jürgen Kerner zu unserer Betriebsversammlung im Chemnitzer VW Motorenwerk begrüßen zu dürfen. Als Gastredner hat er sehr deutlich formuliert, dass es unverantwortlich ist, wie gerade speziell im Automobilsektor mit den Kolleginnen und Kollegen seitens Arbeitgeber und Politik umgegangen wird. Er verdeutlichte mit Nachdruck, dass abgeschlossene Verträge auch verbindlich sein müssen, sonst ist jegliches Vertrauen hinfällig. Veränderungen können nur gemeinsam mit den Belegschaften umgesetzt und nicht gegen Sie entschieden werden! Unsere Kolleginnen und Kollegen honorierten seinen Beitrag mit viel Applaus.“

„Das Thema Transformation ist in unserer Region sehr lebendig. Die besten Ideen für die Zukunft entstehen oft direkt in den Betrieben. Gemeinsam mit den Gremien der Mitbestimmung setzen wir uns dafür ein, diese Ideen für neue Produkte und zukunftsfähige Beschäftigungsmodelle zu realisieren.“, berichtet Eddie Kruppa, Erster Bevollmächtigter IG Metall Chemnitz. „Die Zukunft der Industrie entsteht dort, wo Menschen den Mut haben, Neues zu schaffen. Wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und neue Wege zu gehen. Wir gestalten den Wandel aktiv mit. Das haben wir heute bei den Besuchen erlebt.“

thyssenkrupp Presta Dynamic Components

Vor sechs Jahren haben die Kolleginnen und Kollegen der Entwicklungsabteilung bei thyssenkrupp Presta Dynamic Components ein spannendes Zukunftsprodukt entwickelt, dass hohes Potenzial für die Zukunft des Unternehmens hat. Der elektrische Kältemittelverdichter (eKMV) ist eine wichtige Komponente im Fahrzeug und sozusagen das Herz des Kältekreislaufes. Dieser wird mit CO2 betrieben, ist umweltfreundlich und bildet ein hohes Leistungsspektrum ab.

Über den Besuch von Jürgen Kerner berichtete Uwe Saupe, Betriebsratsvorsitzender bei thyssenkrupp Presta Dynamic Components Chemnitz: „Nach einer Werksvorstellung und einem Rundgang gemeinsam mit unserem Geschäftsführer und einem sachlichen und förderlichen Austausch zu aktuellen Themen, hatten wir die Gelegenheit, Jürgen Kerner und unsere Geschäftsführer der IG Metall Geschäftsstelle Chemnitz zur Betriebsratssitzung für einen kurzen Austausch mit den Betriebsräten zu begrüßen. Es war eine tolle Gelegenheit, unseren Standort zu präsentieren und uns in einer guten Atmosphäre und konstruktivem Miteinander auszutauschen.“

Bei thyssenkrupp Presta Dynamic Components Chemnitz GmbH arbeiten rund 300 Beschäftigte. Rund 70 Kolleginnen und Kollegen arbeiten in der Forschung und Entwicklung. Hergestellt werden Nockenwellen im Bereich Verbrenner-Technologie für viele OEMs im PKW- und LKW-Segment.

Siemens Werk für Kombinationstechnik Chemnitz (WKC)

Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall und Aufsichtsratsmitglied der Siemens AG, besuchte auch das Siemens Werk in Chemnitz. Gemeinsam mit dem Betriebsratsvorsitzenden Heiko Häßler, Christian Grosch, Werkleiter Siemens WKC, und den Bevollmächtigten der IG Metall Chemnitz gab es einen spannenden Austausch. Anschließend erhielt Jürgen Kerner bei einer Werksführung auf der Clemens-Winkler-Straße Einblicke in die Produktionsabläufe und das Produktportfolio am Standort.

Nach der Werksführung nahm sich Jürgen Kerner die Zeit, um in einer größeren Gesprächsrunde mit Arbeitnehmervertretern und Kolleginnen und Kollegen aus dem Werk ins Gespräch zu kommen. Aktuelle Themen und die Herausforderungen im aktuellen Geschäftsumfeld standen auf der Agenda. Im Fokus standen hierbei unter anderem die laufende SIEMENS ONE Tech-Umstrukturierung, die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden sowie die Vorbereitung und der Start der nächsten Tarifrunde.

Im Siemens Werk entstehen jährlich tausende individuelle Schaltschränke und Kleingehäuse, meist in Losgröße 1, was das Werk zu einem europäischen Marktführer im Schaltschrankbau macht.

Von: aw

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