IG Metall Chemnitz
https://www.igmetall-chemnitz.de/aktuelles/meldung/wechsel-in-der-bezirksleitung-stefan-schaumburg-leitet-den-bezirk-bis-zum-30-september-dann-uebern/
23.01.2020, 01:01 Uhr

Neue Bezirksleitung für Berlin-Brandenburg-Sachsen

Wechsel in der Bezirksleitung: Stefan Schaumburg leitet den Bezirk bis zum 30. September, dann übernimmt Birgit Dietze

  • 14.01.2020
  • Aktuelles

Der Vorstand der IG Metall hat in seiner Sitzung am Dienstag die Leitung des Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen neu geregelt. Stefan Schaumburg (58) wird zum kommissarischen Leiter des Bezirks ernannt. Er übernimmt ab 15. Januar bis zum 30. September 2020 kommissarisch die Aufgaben von Olivier Höbel (63). Olivier Höbel hat den Bezirk BBS seit 2004 geleitet und legt diese Funktion zum 14. Januar 2020 auf seinen persönlichen Wunsch aus Altersgründen nieder. Ab 1. Oktober wird Birgit Dietze (46), bislang Erste Bevollmächtigte der Geschäftsstelle Berlin, zur Leiterin des Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen bestellt.

Birgit Dietze und Stefan Schaumburg. Foto: Frank Rumpenhorst.

„Mit Stefan Schaumburg übernimmt in den kommenden Monaten ein erfahrener Tarifpolitiker und Kenner des Bezirks die Verantwortung. Dies ist mit Blick auf die anstehende Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie eine wichtige Aufgabe“, sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Dienstag in Frankfurt.

„Wir haben mit Birgit Dietze eine erfahrene ostdeutsche Frau gewonnen, mit der eine längerfristige Führung und weitere Stärkung des Bezirks gewährleistet wird. Ich bin mir sicher, mit Birgit Dietze ist der Bezirk gut aufgestellt, zukünftig die tarifpolitischen und strukturellen Herausforderungen zu meistern. Zudem war es uns auch ein Anliegen, dass im Kreis der Bezirksleiter wieder eine Frau vertreten ist“, sagte Hofmann.  

„Olivier Höbel hat die Leitung des Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachen 2004 in einer schwierigen Phase übernommen und hat zur Stabilisierung der IG Metall und deren Mitgliederentwicklung wesentlich beigetragen. Zudem hat er die Struktur- und Industriepolitik im Bezirk vorangetrieben, zahlreiche Betriebe in die Tarifbindung geholt und somit für viele Kolleginnen und Kollegen in Ostdeutschland die Arbeitsbedingungen verbessert. Unter seiner Führung entwickelte der Bezirk nach der Niederlage des Arbeitskampfes 2003 die Kraft, für die weitere Angleichung der Arbeitsbedingungen in Ost und West zu kämpfen. Dies gilt auch für sein Engagement für die überfällige Einführung der 35-Stundenwoche in Ostdeutschland, 30 Jahre nach dem Mauerfall“, würdigte der IG Metall-Vorsitzende Höbels Wirken.

„Vor uns liegen eine Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie und große Herausforderungen durch die Transformation“, sagte der künftige Bezirksleiter Stefan Schaumburg. „Die Angleichung der Arbeitszeit im Osten wollen wir in dieser Tarifrunde endlich erreichen. Mit den engagierten Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern vor Ort werden wir gemeinsam den Wandel gestalten und für die Interessen der Beschäftigten eintreten. Mit Birgit Dietze arbeite ich schon viele Jahre vertrauensvoll zusammen. Gemeinsam werden wir den Übergang erfolgreich gestalten.“

„Im November 2018 haben mir die Delegierten der IG Metall Berlin das Vertrauen geschenkt und mich als Erste Bevollmächtigte gewählt“, sagte Birgit Dietze. „Daher werde ich die Geschäftsstelle noch in der Tarifrunde und in den laufenden Prozessen begleiten und dann gut aufgestellt für die Aufgaben der Zukunft in die Hände meiner Nachfolge übergeben. Ich freue mich über das Vertrauen des Bezirks und des Vorstandes und auf die anstehenden Aufgaben als Bezirksleiterin ab Oktober.“

Der Politikwissenschaftler Stefan Schaumburg ist seit 1989 bei der IG Metall beschäftigt und war bereits von 2004 bis 2007 in der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen für die Tarifpolitik zuständig. Seit 2012 leitet er den Funktionsbereich Tarifpolitik beim Vorstand der IG Metall. Diese Aufgabe wird er in den kommenden Monaten parallel wahrnehmen.

Die Diplomvolkswirtin und Juristin Birgit Dietze absolvierte vor ihrer akademischen Ausbildung eine Berufsausbildung bei der damaligen ELPRO AG in Berlin und engagierte sich schon dort in der Jugendvertretung. Nach dem Studium war sie zunächst als Rechtsanwältin im Schwerpunkt Arbeitsrecht tätig und wechselte dann 2012 in die Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen. Hier war sie für arbeits- und tarifrechtliche Fragen sowie die Tarifpolitik der Metall- und Elektroindustrie zuständig. Danach schloss sich eine Tätigkeit als Unternehmensbeauftragte der Volkswagen AG und Audi AG beim Vorstand der IG Metall an. Seit 1. Januar 2019 leitet sie die Geschäftsstelle Berlin.

(Pressemitteilung des IG Metall Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen)


Drucken Drucken