Standortschließung

Thyssenkrupp Automation Engineering schließt Standort in Chemnitz und Hohenstein-Ernstthal

26.09.2025 | Der Aufsichtsrat von thyssenkrupp Automation Engineering hat am 22. September beschlossen, den Standort in Chemnitz und Hohenstein-Ernstthal zu schließen. Rund 270 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz bis Mitte 2026. Das Unternehmen teilte mit, dass es keine Perspektive mehr sehe.

Aktionstag der IG Metall am 18. September 2025 in Chemnitz - Foto: Norbert Neumann

Noch vor einer Woche hatten die Beschäftigten von thyssenkrupp Automation Engineering laut in der Chemnitzer Innenstadt für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Die Beschäftigten erfuhren am 25. September auf einer Betriebsversammlung in Chemnitz von der vollständigen Schließung der beiden Betriebsstätten bis Mitte 2026.

„Das ist ein schwarzer Tag für unsere Region. In Chemnitz und Hohenstein-Ernstthal verlieren 270 hochqualifizierte Fachkräfte bei thyssenkrupp Automation Engineering ihren Arbeitsplatz. Damit ist auch die Zukunft ihrer Familien in Gefahr“, so Ingo Hanemann, Zweiter Bevollmächtigter IG Metall Chemnitz. „Auch für die Auszubildenden im Betrieb ist es ein harter Schlag. Jetzt geht es darum, dass das Unternehmen soziale Verantwortung übernimmt.“ Die Schließung bedeute, so Hanemann, einen Verlust an Wissen und Kompetenz in der Region.

Marcus Bochmann, Betriebsratsvorsitzender bei thyssenkrupp Automation Engineering, berichtete von der Wut und Enttäuschung bei den Beschäftigten. „Auch wenn wir damit gerechnet haben, ist es etwas ganz anderes, die Schließung offiziell mitgeteilt zu bekommen.“

IG Metall Chemnitz und der Betriebsrat werden sich jetzt für sozialverträgliche Lösungen wie Abfindungen und eine Transfergesellschaft einsetzen. „Wir hoffen weiter auf einen Investor und setzen dabei auf die Unterstützung der Landesregierung“, so Bochmann.

Von: aw

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