IG Metall Chemnitz
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14.11.2018, 12:11 Uhr

Wir sind mehr!

Metallerinnen und Metaller zeigen Haltung in Chemnitz

  • 04.09.2018
  • Aktuelles

Für Weltoffenheit und Toleranz demonstrierten am Montag zehntausende Menschen in Chemnitz. Unter ihnen: Hunderte Metallerinnen und Metaller. Mario John, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Chemnitz, sagte, die IG Metall steht für Solidarität und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Die Gewerkschaftsjugend vor dem Gewerkschaftshaus

Wir sind mehr!

Wir sind mehr!

Hunderte Metallerinnen und Metaller nicht nur aus Chemnitz besuchten am Montag das Konzert unter dem Motto „Wir sind mehr“. Zu dem Gratiskonzert hatten Kraftklub und weitere namhafte Bands wie etwa die Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet aufgerufen. Zusammen mit den mehr als 60 000 Besuchern setzten sie ein Zeichen gegen Fremdenhass und für Toleranz.

Mario John, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Chemnitz, sagte am Montagabend: "Es freut mich sehr, dass so viele Menschen aus Chemnitz und ganz Deutschland zeigen, dass wir die Straße nicht dem Hass und dem Rassismus überlassen.. Wir sind mehr. Das Motto ist heute aufgegangen." Besonders freue ihn, dass hunderte Metallerinnen und Metaller mit ihren roten IG Metall-Fahnen und selbst gemalten Schildern Präsenz gezeigt haben. "Die IG Metall kämpft für eine weltoffene, solidarische Gesellschaft und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit", so John weiter.

In Chemnitz hatten seit knapp einer Woche rechte und rechtsextreme Gruppierungen zu Demonstrationen aufgerufen. Anlass war der Tod eines 35-Jährigen am vergangenen Samstag am Rande eines Stadtfestes. Die zwei Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Das Konzert begann am frühen Montagabend mit einer Schweigeminute für den Getöteten.

Bei den von vielen Neonazis besuchten Demonstrationen am Sonntag und Montag vergangener Woche war es zu regelrechten Hetzjagden auf Migranten, politisch Andersdenkende und Medienvertreter gekommen. Eine Kundgebung, zu der fremdenfeindliche Gruppierungen am gestrigen Montag unmittelbar neben dem Konzertgelände aufgerufen hatten, hatte die Stadt verboten. jme


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