ACPS in St. Egidien

Mehr Urlaubsgeld und Tarifvertrag für die Alterszeit bei ACPS in St. Egidien

15.07.2026 | Für die rund 500 Beschäftigten bei ACPS gibt es schon ab 2026 mehr Urlaubsgeld, insgesamt in Stufen 25 Prozent mehr, und ab 2027 einen Tarifvertrag für Altersteilzeit. Die IG Metall hat gemeinsam mit der Verhandlungskommission aus Beschäftigten von ACPS in mehreren Verhandlungen ein gutes Tarifergebnis erzielt.

Grafik: IG Metall

Im Mittelpunkt der Tarifverhandlungen standen zwei Themen: eine Regelung zur Altersteilzeit und eine Anpassung des Urlaubsgeldes für die Beschäftigten von ACPS in St. Egidien. Bislang haben die Beschäftigten einen Festbetrag erhalten. Die Tarifkommission hatte sich für eine prozentuale Regelung, auf Niveau des Flächentarifs der Metall- und Elektroindustrie, eingesetzt.

„Der Tarifabschluss ist ein starkes Signal für die Beschäftigten bei ACPS in St. Egidien. ACPS hat sich auch in herausfordernden Zeiten als Fels in der Brandung erwiesen. Die gute Auftragslage, eine hervorragend organisierte Belegschaft und die Top-Leistung unserer Kolleginnen und Kollegen haben diesen Erfolg erst möglich gemacht“, so Thomas Neubert, Betriebsratsvorsitzender bei ACPS. „Deshalb war es uns wichtig, die Kolleginnen und Kollegen an der positiven Entwicklung des Unternehmens zu beteiligen. Mit dem höheren Urlaubsgeld erreichen wir eine spürbare Verbesserung für alle. Besonders freut es mich, dass wir ab 2027 endlich einen Tarifvertrag zur Altersteilzeit haben. Damit schaffen wir für unsere älteren Kolleginnen und Kollegen eine wichtige Perspektive für einen sozialverträglichen Übergang in den Ruhestand. Das ist ein Tarifabschluss, der die Leistung der Belegschaft anerkennt und gleichzeitig die Zukunft von ACPS stärkt.“

Das Urlaubsgeld steigt ab 2026 jedes Jahr, insgesamt um 25 Prozent. Damit erreicht das Urlaubsgeld bei ACPS dann im Jahr 2030 das Niveau der Fläche in Sachsen. Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit tritt mit dem 1. Januar 2027 in Kraft und sichert einen sozialvertraglichen Übergang älterer Beschäftigten in den Ruhestand.

„Die Kolleginnen und Kollegen bei ACPS sind gewerkschaftlich gut organisiert. Mit einer starken Belegschaft an der Seite haben wir einen guten Tarifabschluss erzielt“, so Eddie Kruppa, Erster Bevollmächtigter IG Metall Chemnitz.

Hintergrund:

ACPS Automotive ist Marktführer für Anhängevorrichtungen von PKW, SUV und Kleintransportern. Das Unternehmen hat den technologischen Fortschritt im Bereich Anhängevorrichtungen signifikant geprägt. Entwickelt und hergestellt wird außer am Hauptsitz in Ingersheim, weltweit an elf Standorten, so auch in St. Egidien mit rund 500 Beschäftigten.

Von: ih-aw

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