07.01.2026 | Bei Schnee und minus 5 Grad, also bei typisch erzgebirgischem Winterwetter, zeigte sich die gesamte Schicht in Niederwürschnitz geschlossen und setzte in ihrer Mittagspause ein klares Zeichen: Sie stehen hinter den Forderungen der IG Metall, unter anderem 4,5 Prozent mehr Entgelt plus 50 Prozent Urlaubsgeld.
Die Koki TTS in Niederwürschnitz und Glauchau steht vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen und hat angekündigt, Stellen abzubauen. Dieser Abbau soll sozialverträglich umgesetzt werden. Gleichzeitig hinkt die Entgeltentwicklung im Unternehmen über 20 Prozent hinter der Fläche der Metall- und Elektroindustrie zurück.
„Der Stellenabbau scheint nötig zu sein, nichtsdestotrotz sind die Lebenshaltungskosten gestiegen und steigen auch weiterhin für die verbleibenden Kolleginnen und Kollegen. Die Koki TTS ist nicht nur den Kolleginnen und Kollegen verpflichtet, einen sozialverträglichen Ausgleich für den Verlust ihrer Arbeit zu schaffen, sondern auch denen, die das Unternehmen aus der wirtschaftlichen Tiefsohle bringen sollen“, betont Norman Heidenfelder, Mitglied der Tarifkommission.
Solidarische Unterstützung:
Auch der Betriebsrat von MN Niederwürschnitz, der seinen Sitz in derselben Straße hat, ließ es sich nicht nehmen, die Aktion solidarisch zu unterstützen. Sie berichteten von ihrem kürzlich schwer erkämpften Tariferfolg und sprachen den Koki-Kolleginnen und -Kollegen Mut zu.
Die erste Tarifverhandlung bei Koki TTS findet am 5. Februar 2026 statt.
Hintergrund:
KOKI TECHNIK Transmission Systems GmbH
KOKI fertigt mit seinen 290 Beschäftigten als Partner der Automobilindustrie Getriebekomponenten. Es werden moderne Antriebssysteme in Niederwürschnitz im Erzgebirge entwickelt und produziert.
Kernkompetenzen sind Getriebekomponenten: Hochpräzise Bauteile für moderne Fahrzeuggetriebe und Montagetechnik: Automatisierte Lösungen für eine effiziente und zuverlässige Fertigung.