16.04.2026 | „Sichere und gute Jobs stehen zum Tag der Arbeit 2026 im Mittelpunkt unserer Aktionen in Sachsen. In ganz Sachsen werden in 18 Städten Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit Demonstrationen und Kundgebungen präsent sein. "Gemeinsam mit den Beschäftigten tragen wir unsere Forderungen für starke Arbeitnehmerrechte, mehr Solidarität und Zusammenhalt, für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen, für mehr Tarifverträge und Mitbestimmung, für eine hohe soziale Sicherheit und für mehr soziale Gerechtigkeit auf die Straßen und die Plätze. Den Angriffen auf Arbeitnehmerrechte und den Sozialstaat, zeigen wir die rote Karte“, so die sächsische DGB-Vorsitzende Daniela Kolbe.
Aktivitäten am 1. Mai:
Am Tag der Arbeit gehen wir in Chemnitz erst zum Karl-Marx-Monument und dann zum Neumarkt! In Zeiten von Umbrüchen und Unsicherheit zeigen wir: Wir sind viele, wir sind laut und wir stehen füreinander ein. Egal ob im Büro, in der Produktion oder im Homeoffice – gute Arbeit gibt es nur mit uns!
CHEMNITZ:
9.00 Uhr : Demonstration vom Karl-Marx-Monument zum Neumarkt
10.00 Uhr bis 14.00 Uhr : Kundgebung auf dem Neumarkt mit Daniela Kolbe, Vorsitzende DGB Sachsen, und Dirk Panter, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz
ca. 10.45 Uhr: Rundgang von Dirk Panter und Daniela Kolbe – Gesprächsrunde mit jungen Metallerinnen und Metallern am Stand der IG Metall Chemnitz
12.00 Uhr : Gesprächsrunde zum Masterplan Südwestsachsen und zur Chemnitzer Erklärung auf der Bühne mit Daniela Kolbe, Eddie Kruppa, Henning Homann, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Sachsen, und Robin Rottloff, Gewerkschaftssekretär ver.di
FREIBERG:
10:30 Uhr bis 14:00 Uhr: Kundgebung auf dem Schlossplatz mit den Gahlenzer Blasmusikanten. Hauptredner Eddie Kruppa, Erster Bevollmächtigter IG Metall Chemnitz, und Susanne Schaper, Fraktionsvorsitzende Die Linke im Landtag.
ANNABERG-BUCHHOLZ:
10:00 Uhr bis 14:30 Uhr: Kundgebung auf dem Marktplatz mit Rolf Schmidt, Oberbürgermeister Annaberg-Buchholz, Max Stryczek, vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Linedancer, tänzerische Darbietung, Heartchor, Chor mit Herz und Stimme, Bergmusikkorps, Tradition aus dem Erzgebirge, TSV Buchholz, tänzerische Darbietung, Message D, tänzerische Darbietung
Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ gehen wir am 1. Mai 2026 auf die Straße – kämpferisch, solidarisch und entschlossen.
Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert, soziale Sicherheit wird infrage gestellt. Gleichzeitig sollen wir länger arbeiten, mehr leisten und mit weniger auskommen. Das machen wir nicht mit.
Erst unsere Jobs, dann eure Profite – sichere Arbeit und gute Perspektiven!
Die wirtschaftliche Lage ist angespannt. Viele Kolleginnen und Kollegen haben Angst um ihre Zukunft und die ihrer Familien. Doch die Beschäftigten sind nicht verantwortlich für Krisen, Fehlentscheidungen oder unterlassene Investitionen. Sie sind es, die jeden Tag arbeiten – und damit den Laden am Laufen halten.
Arbeitgeber müssen endlich Verantwortung übernehmen: In die Zukunft investieren, Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen. Unsere Arbeit schafft den Wohlstand – also müssen unsere Jobs an erster Stelle stehen.
Erst unsere Gesundheit, dann eure Profite – Hände weg vom 8-Stunden-Tag!
Der Angriff auf den 8-Stunden-Tag ist ein Angriff auf unsere Gesundheit. Unter dem Schlagwort „Flexibilisierung“ drohen längere Arbeitstage, mehr Druck und weniger Planbarkeit.
Wir sagen klar: Wir arbeiten genug! Der 8-Stunden-Tag schützt unsere Gesundheit, unsere Familien und unsere Freizeit. Er ist eine zentrale Errungenschaft der Arbeiterbewegung – und nicht verhandelbar. Wenn das Arbeitszeitgesetz fällt, bestimmt der Chef über unsere Zeit. Das lassen wir nicht zu.
Erst unsere Sicherheit, dann eure Profite – für eine starke Rente und gute Versorgung für alle!
Der Sozialstaat ist kein Kostenfaktor, den man beliebig kürzen kann – er ist die Grundlage für Zusammenhalt und Stabilität. Wer heute behauptet, er sei „zu teuer“, lenkt von den eigentlichen Problemen ab: einer ungerechten Vermögensverteilung und einer unzureichenden Finanzierung.
Die Rente gehört uns – denjenigen, die in sie einzahlen. Wer ein Leben lang arbeitet, muss im Alter sicher leben können. Und wir brauchen ein Gesundheitssystem, das sich an dem orientiert, was die Menschen benötigen – nicht an den Renditeerwartungen von Investoren. Wir fordern eine Gesundheitsversorgung für alle – unabhängig vom Geldbeutel.
Erst unser bezahlbares Leben, dann eure Profite – Schluss mit der Abzocke!
Die Lebenshaltungskosten steigen, besonders beim Wohnen und bei Energie. Auch Nahrungsmittel werden immer teuer. Immer mehr Menschen geraten unter Druck, obwohl sie arbeiten. Das zeigt: Der Markt regelt es eben nicht!
Wir brauchen eine Politik, die eingreift, reguliert und für spürbare Entlastung sorgt. Denn gute Arbeit muss ein gutes Leben ermöglichen – und zwar auch bei Wohnen, Energie und im Supermarkt.
Heraus zum 1. Mai!
Der 1. Mai ist ein Tag des Zusammenhalts, der Solidarität, des Widerstands und des Einsatzes für den Frieden. Wir stehen gemeinsam für unsere Rechte, für unsere Würde und für eine gerechte Gesellschaft. Lasst uns laut sein gegen Angriffe auf Arbeitnehmerrechte, gegen Sozialabbau und gegen eine Politik, die die Interessen der Beschäftigten hintenanstellt.
Gehen wir gemeinsam auf die Straße – für sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und eine starke Demokratie.