17.07.2026 | Die Beschäftigten bei Feintool System Parts Oelsnitz können sich über ein wichtiges Tarifergebnis freuen: Ab Januar 2027 wird die wöchentliche Arbeitszeit zunächst von 40 auf 39 Stunden reduziert. Eine weitere Verkürzung auf 38 Stunden folgt dann ab Januar 2028. Die Arbeitszeitverkürzung erfolgt bei vollem Lohnausgleich. Das Ergebnis wurde in drei Tarifverhandlungen zwischen der IG Metall und der Geschäftsführung von Feintool erzielt. Grundlage dafür war das große Engagement einer gut organisierten Belegschaft.
„Das ist ein starkes Ergebnis in Zeiten, in denen Wirtschaftsvertreter und Politiker längere Arbeitszeiten fordern. Die Verkürzung der Arbeitszeit in zwei Schritten ist ein wichtiges Signal an die Kolleginnen und Kollegen, dass ihre sehr gute Arbeit anerkannt wird“, so Ingo Hanemann, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Chemnitz.
Mit der Vereinbarung wird bei Feintool das Arbeitszeitniveau von 38 Stunden pro Woche erreicht, das bereits für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im sächsischen Flächentarifvertrag gilt. „Wir haben es geschafft, bei der Arbeitszeit das Niveau des sächsischen Manteltarifvertrages zu erreichen“, berichtet Tony Römmler, Betriebsrat bei Feintool in Oelsnitz und Mitglied der Verhandlungskommission. „Die tarifliche Einigung sorgt dafür, dass die Kolleginnen und Kollegen mehr Zeit für ihre Familien und ihre persönliche Lebensgestaltung haben.“
Die Tarifparteien werden im November Verhandlungen über die Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen aufnehmen.
Hintergrund:
Die Feintool System Parts Oelsnitz GmbH gehört seit 2015 zur international tätigen Feintool-Gruppe. Am Standort Oelsnitz produzieren rund 130 Beschäftigte überwiegend Feinschneidteile für die Automobilindustrie. Zu den Hauptprodukten gehören unter anderem Drehbeschläge für Sitzverstellerbaugruppen.