IAV Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr - mit Berichterstattung

Aktion bei IAV in Stollberg: Für Beschäftigungssicherung und ein Konzept, das den Standort stärkt!

24.02.2026 | Beim Automobil-Entwicklungsdienstleister IAV spitzt sich der Konflikt um die Sicherung von Arbeitsplätzen zu. Nach ergebnislosen Verhandlungen in den vergangenen Tagen hat die IG Metall Chemnitz am 24. Februar zu einer zentralen Protestaktion am Standort Stollberg aufgerufen. Unter dem Motto „Sachsens Zukunft entsteht hier“ haben die Beschäftigten gemeinsam mit ihren Familien ein deutliches Signal an die Geschäftsführung und die Politik gesendet.

Protestaktion bei IAV am 24. Februar 2026 - Foto: Norbert Neumann

Protestaktion bei IAV - Foto: IG Metall

Protestaktion bei IAV - Foto: IG Metall

Protestaktion bei IAV in Stollberg am 24. Februar 2026 - Foto: IG Metall

"Sachsens Zukunft entsteht hier": Protestaktion bei IAV am 24. Februar 2026 - Foto: IG Metall

Foto: IG Metall

Hintergrund der Mobilisierung ist die Ankündigung der IAV-Geschäftsführung, bundesweit rund 1.500 Arbeitsplätze zur Disposition zu stellen. Am Standort Stollberg im Erzgebirge, an dem rund 800 Menschen arbeiten, ist die Verunsicherung besonders groß: Hier bangt derzeit jeder dritte Beschäftigte um seinen Arbeitsplatz. Trotz des tiefgreifenden Wandels in der Branche liegt bislang kein verhandlungsfähiges Angebot des Arbeitgebers zur langfristigen Beschäftigungssicherung vor.

„Wir brauchen eine klare Zusage zur nachhaltigen Beschäftigungssicherung und ein Konzept, das den Standort stärkt“, erklärt Eddie Kruppa, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Chemnitz. Kruppa betont, dass die technologische Kompetenz vor Ort unverzichtbar sei, um die Transformation der Automobilregion Südwestsachsen aktiv zu gestalten. Die Gewerkschaft fordert daher, den Standort fest im „Masterplan Südwestsachsen“ der Landesregierung zu verankern.

Die IG Metall Chemnitz und die Beschäftigten der IAV mit ihren Familien versammelten sich am Dienstag ab 17.30 Uhr zu einer Aktion an der Wendeschleife vor dem Gebäude von IAV in Stollberg im Erzgebirge. Eddie Kruppa begrüßte solidarische Delegationen aus dem Volkswagen Fahrzeugwerk Zwickau, dem VW Motorenwerk , Siemens, thyssenkrupp aus Chemnitz, von Joyson Safety Systems in Freiberg, KSG in Gornsdorf , Schaeffler in Limbach, ACPS aus Sankt Egidien, aus dem Logistikpark Stollberg, von Pulsotronic in Niederdorf und vielen weiteren. „Diese starke gemeinsame Präsenz zeigt deutlich: IAV geht uns alle an“, so Eddie Kruppa.Die Zukunft dieses Standorts hat Auswirkungen auf die gesamte regionale Wertschöpfungskette – auf Ausbildung, Forschung, Zulieferung, Logistik. Und deshalb stehen wir heute Seite an Seite."

Unter den Gästen waren auch Frank Dittrich, Kreisvorsitzender Zwickau Die Linke, und der Oberbürgermeister von Chemnitz, Sven Schulze. Auch Daniela Kolbe, Vorsitzende des DGB Sachsen, zeigte sich solidarisch mit den Beschäftigten. Bereits im Januar hatte eine Aktion zur Betriebsversammlung für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun wurde der Druck erhöht, um eine klare Zukunftsperspektive zu erhalten.

Seit nahezu drei Monaten verhandeln die IG Metall, die Betriebsräte und die Geschäftsführung der IAV GmbH über die personelle und strategische Ausrichtung des Unternehmens. Sieben Verhandlungstermine später bleibt die Lage unbefriedigend: Ein konsistentes Zukunftskonzept ist nicht erkennbar, verbindliche Zusagen zur Beschäftigungssicherung stehen weiterhin aus.

Hintergrund zu IAV GmbH:

Die IAV (Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr) ist ein führender Entwicklungspartner der Automobilindustrie und spezialisiert auf Bereiche wie E-Mobilität, autonomes Fahren und Fahrzeugentwicklung. Das Unternehmen beschäftigt bundesweit rund 5.500 Mitarbeiter an fünf Standorten. Der Standort Stollberg mit rund 800 Beschäftigten gilt mit seinem umfassenden Know-how als zentraler Baustein für die Leistungsfähigkeit der Automobilregion Südwestsachsen.

Berichterstattung: 

MDR Sachsenspiegel, 24. Februar 2026 - ab Minute 9:59

NTV, 24. Februar 2026, 9.00 Uhr - dpa-Meldung

Freie Presse online, 24. Februar 2026, 9.10 Uhr - dpa-Meldung

Mitteldeutsche Zeitung, 24. Februar 2026, 9.15 Uhr

Bild.de, 24. Februar, 10.37 Uhr

Oiger.de, 24. Februar 2026, 11.37 Uhr

Radio Chemnitz, 24. Februar 2026, 15.36 Uhr

Blick.de/Erzgebirge, 25. Februar 2026, 12.52 Uhr

welt.de, 25. Februar 2026

Freie Presse, 25. Februar 2026, 18.15 Uhr (leider mit Bezahlschranke)

Berliner Zeitung, 25. Februar 2026

Von: aw

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