03.05.2026 | Strahlende Sonne und gute Stimmung am 1. Mai in Chemnitz, Freiberg und Annaberg-Buchholz. Unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite" trafen sich in 18 Städten in Sachsen schon morgens rund 26.000 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zu Demos und Kundgebungen. Eindrücke vom Tag der Arbeit in der Region.
In Chemnitz startete um 9 Uhr die Demo am Karl-Marx-Monument. Auf einer Demo-Route ging es zur Kundgebung auf dem Neumarkt. Auf der Bühne redeten bei der Kundgebung unter anderem die Vorsitzende des DGB Sachsen, Daniela Kolbe und Dirk Panter, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Umweltschutz in Sachsen.
„Die Beschäftigten haben heute ein kraftvolles Signal für sichere und gute Jobs und gegen den sozialen Kahlschlag gesendet. Wir stehen geschlossen für eine bessere Zukunft in Sachsen und fordern die Politik zum Handeln auf. Schluss mit einseitigen Einsparvorschlägen auf Kosten der Beschäftigten. Schluss mit Sozialkürzungen. Schluss mit Angriffen auf unsere erkämpften Rechte", so Daniela Kolbe, Vorsitzende des DGB Sachsen. "Jetzt st ein Richtungswechsel notwendig, der die Menschen in den Mittelpunkt stellt und Sachsen fit für die Zukunft macht. Dafür machen wir uns auf der Straße, in den Betrieben und auf dem politischen Parkett gemeinsam stark.“
Dirk Panter nahm sich nach der Rede Zeit, um mit den jungen Metallerinnen und Metallern am Stand der IG Metall über Themen der Ausbildung zu diskutieren. Um 12 Uhr war Eddie Kruppa, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Chemnitz, auf der Bühne in einer Gesprächsrunde zum Masterplan Südwestsachsen und zur Chemnitzer Erklärung. Gemeinsam mit Daniela Kolbe, Henning Homann, dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion und Robin Rottloff von ver.di diskutierte er über die Lage und Wege aus der Krise.
Um 10.30 Uhr hatte Eddie Kruppa auf der Kundgebung in Freiburg den Tag der Arbeit mit einer Rede eröffnet. In seiner Rede machte Eddie Kruppa deutlich: "Mitbestimmung heißt Demokratie im Betrieb, Dialog statt Durchregieren und Gestaltung statt Diktat. Deshalb sagen wir klar: Tarifflucht ist kein Geschäftsmodell, sondern Verantwortungslosigkeit."
Joyson Safety Systems nannte Eddie Kruppa als einen tarifgebundenen und gut organisierten Betrieb in der Region. "Angeführt durch den Betriebsratsvorsitzenden Bernd Richter heißt es nicht jammern, sondern handeln. Nicht warten, sondern wirken", sagte Eddie Kruppa. Und auch bei Bharat Forge gibt es eine Tarifbindung. "Stellvertretend möchte ich Ronald Sieber nennen – einen Kollegen, der die IG Metall im Herzen trägt. Einer, der sich einmischt, wenn es zählt, und der bleibt, wenn der Gegenwind stärker wird.Solche Kolleginnen und Kollegen sind keine Randfiguren. Sie sind das Rückgrat unserer Bewegung."