IG Metall Chemnitz
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14.05.2021, 09:05 Uhr

Montagelinien zum zweiten Mal angehalten

Motorenwerker starten wieder früher

  • 26.03.2021
  • Aktuelles, Bildergalerie

Die Nachricht, dass auch die 6. Verhandlung in der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen kein Ergebnis gebracht hat, machte am Freitagmorgen auch im Motorenwerk schnell die Runde.

Vertrauensleute verabschieden die Metallerinnen und Metaller in den Feierabend

Dazu gab es Sonne und eine Fassbrause

Ebenso an Tor A, dem üblichen Warnstreikort (Fotos: IG Metall)

Gefühlt ebenso schnell leerte sich das für die Frühschicht reservierte Parkhaus an diesem Freitag. Die Frühschicht, die in normalen Zeiten erst 14 Uhr endet, war heute schon um 12 Uhr zu Ende. Der Grund war der Aufruf der IG Metall zu einer weiteren befristeten Arbeitsniederlegung in der laufenden Tarifrunde.

„Die Motorenwerker waren heute noch schneller vom Hof. Das lag sicher nicht nur am nahenden Wochenende, sondern vielmehr am unzureichenden Angebot für eine Entgelterhöhung seitens der Arbeitgeber“, so Mario John, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Chemnitz.

Auch diesmal verabschiedeten die IG Metall Vertrauensleuten ihre Kolleginnen und Kollegen an den Drehtoren.  Für das anstehende Wochenende gab es schon einmal ein prickelndes Erfrischungsgetränk (Rote Fassbrause) mit auf den Weg.  Auf dem Etikett der Flasche lachte eine zweite Sonne. Und im heutigen Sonnenlicht spiegelte sich der Satz: „DAS IST UNSER TAG“ und gemeint ist das tarifliche Angleichungsgeld. Und die Zahl 35 unter der Sonne ist ein klarer Fingerzeig, dass endlich die vollständige Angleichung der Arbeitsbedingungen Ost an West erfolgen muss.

„Wer meint, dass diese Forderung nach Angleichung in dieser Tarifrunde keinen Platz hat, der muss sich nicht wundern, wenn die Beschäftigten auch in den nächsten Wochen öfters nicht an ihrem Platz (Arbeitsplatz) sind“, so Mario John.

Laut hupend zogen, die Motorenwerker, heute wieder davon. Laut hupend läuteten sie ihr Wochenende wieder früher ein. Laut hupend erinnerten sie die Arbeitgeber daran, dass es in dieser Tarifrunde noch einiges zu regeln gilt.

„Diese Warnstreikwoche ging in der Chemnitzer Region wieder mit einer tollen Frühschlussaktion bei Volkswagen zu Ende. Und so lange es kein Ergebnis auch für die Beschäftigten in Berlin Brandenburg und Sachsen gibt, lassen wir nicht locker“, so John am Rande der Frühschlussaktion.